Deutscher Freidenker-Verband Ostwürttemberg e.V.

FreidenkerInnen Ostwürttemberg

Kulturorganisation und Interessenvertretung für Konfessionsfreie und AtheistInnen
 

alles was unterstrichen ist, kann angeklickt werden!

Senden Sie uns Ihr eMail

 

Inhalt:

Kontaktadressen

Infos anfordern

Wer oder was ist ein Freidenkerverband?

Jugendfeiern

Weltliche Trauerfeiern

Kirchenaustritt

Trennung von Kirche und Staat

Patientenverfügung

Links

Heiner Jestrabeks Homepage

 

 

Auf Wunsch schicken wir ihnen gern unsere regelmäßigen INFOS zu:

 

Frei Denken!

Infos für Konfessionsfreie, FreidenkerInnen, AtheistInnen und HumanistInnen in Schwaben

Nachrichten und Termine von D.F.V. Ostwürttemberg e.V, , Freidenkerinnen und Freidenker Ulm/Neu-Ulm e.V., IBKA und HVD Baden-Württemberg, u.a. interessanten Leuten

 

 

Postadresse:

DFV Ostwürttemberg e.V. , Hellensteinstr. 3, 89518 Heidenheim

eMail: DFV-Ostwuerttemberg@t-online.de, Tel.: (+49) 07321-42849, Fax: (+49) 07321-42892

Bankverbindung:

Konto-Nr.: 830 146, Kreissparkasse Heidenheim (BLZ 632 500 30)

(Spenden sind steuerlich absetzbar)

.................................................................Ausschneiden, ankreuzen und einsenden................................................................

 

o Laden Sie mich regelmäßig zu Ihren Terminen ein

o Senden Sie mir Info-Material zu

o Kirchenaustritt

o Toleranz, Trennung von Kirche und Staat

o Jugendfeier - Lebenskunde

o Weltliche Trauerfeiern - Trauerkultur

o Demokratische Heimatgeschichte / Stadtführungen

o Literaturtipps und Büchertisch

o Ich wünsche mir ein unverbindliches Gespräch

o Ich möchte Mitglied werden

o Verschonen Sie mich künftig mit Infos

Absender:.....................................................................................................................................

Merkblätter:

 

Wer oder Was ist der Freidenkerverband?

 Der Freidenkerverband ist eine Weltanschauungsgemeinschaft. Seine Mitglieder treten für weltanschauliche Selbstbestimmung ein. Sie fördern und verbreiten eine nichtreligiöse, rational begründete Weltsicht, die sich auf ein Denken frei von Vorurteilen, Dogmen und Tabus stützt und sich an wissenschaftliche begründeter Erkenntnis orientiert.

Die Ursprünge unserer Bewegung sind begründet in den Ideen des philosophischen Materialismus, des Humanismus, der Aufklärung, Demokratie und Sozialismus.

Im Freidenkerverband schließen sich Menschen zusammen, die konfessionell nicht gebunden sind und sich tätiger Humanität verpflichtet fühlen. Wir vertreten die Interessen konfessionsfreier Menschen und unterstützen sie in weltanschaulichen, moralischen und sozialen Fragen.

Wir treten für Toleranz und volle Verwirklichung der Gewissens-, Glaubens- und Weltanschauungsfreiheit ein.

Wir fordern die konsequente Trennung von Staat und Kirche, sowie von Kirche und Schule, sowie gleiche und demokratische Bildungsmöglichkeiten.

Wir setzen uns für die Gleichstellung der Frauen, die Rechte der Benachteiligten, der Kinder und Jugendlichen, der Kranken, Alten und der Minderheiten ein. Wir treten entschieden allen Diskriminierungen von ausländischen Mitmenschen, Diskriminierungen wegen des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung, wegen der körperlichen oder der geistigen Verfassung entgegen.

Der Freidenkerverband wirkt gemeinnützig, u. a. auf folgenden Gebieten:

Publikationen und Veranstaltungen zur Förderung von Wissenschaft und Bildung, durch die Vermittlung wissenschaftliche begründeter Erkenntnisse, zur Geschichte der Menschheit und ihrer Weltanschauungen.

Gestaltung von weltlichen Jugendfeiern mit Jugendunterricht.

Förderung der Fest-, Feier- und Trauerkultur zu den Wendepunkten des Lebens, insbesondere durch weltliche Trauerfeiern.

Unser Verband ist parteipolitisch unabhängig.

(Aus der Satzung des DFV Ostwürttemberg e.V.)

 

 

Jugendfeier

 Seit über 100 Jahren führen wir Freidenker eine weltliche Feier, als Alternative zur christlichen Konfirmation, durch. Die zeitweise sehr stark in Anspruch genommenen Jugendweihen entstanden durch die damaligen freigeistigen Gruppen und wurden bald von der Arbeiterbewegung aufgenommen. Sozialdemokratische Arbeiter wollten ihren Kindern, vor Eintritt ins Berufsleben, eine weltliche Feier bieten, befreit vom Untertanengeist und religiösen Dogmen.

Anknüpfend an diese Tradition bieten wir Freidenker allen interessierten Jugendlichen und Eltern ein Informationsgespräch an. Wer sich für eine weltlich-humanistische Jugendfeier anmeldet, nimmt dann an unseren Vorbereitungs-Gesprächsrunden teil. Dabei unterhalten wir uns über Geschichte, Philosophie, Naturkunde, die Entstehung der Erde, aktuelle Probleme u.v.a.m. Wir führen Besuche in Museen und Ausflüge durch und beenden dies dann mit einer Jugendfeier mit Ansprachen, Kulturprogramm und Buchgeschenken. - Ein konfessionsfreier Jugendlicher muss also in keiner Beziehung gegenüber seinen gleichaltrigen Konfirmanden zurückstehen. Im Gegenteil. Während die anderen im Jenseitsglauben bestärkt werden, vermitteln wir Anleitungen zum dogmenfreien, kritischen  und emanzipatorischen Denken als selbstbestimmte Menschen.

Alle interessierten Jugendlichen und Eltern laden wir gern zu einem unverbindlichen Informationsgespräch ein. Sie können sich hier über die Vorbereitungskurse und die nächste Jugendfeier informieren und anmelden.

Seit kurzem führen wir auch individuell gestaltete Feiern zur Namensgebung durch. Lassen Sie sich informieren.

  

 

Weltliche Trauerfeiern

Sie sind konfessionsfrei, exkommuniziert oder leben nicht nach den Normen der Kirche? Können Sie nicht ausschließen, dass Sie einmal durch Freitod aus dem Leben scheiden? Dann haben Sie auch keinen Pfarrer bei Ihrer Bestattung zu erwarten.

Freidenker lassen sich nicht auf ein Leben nach dem Tod vertrösten. Wir wissen um unsere Endlichkeit und sehen deshalb dem Tod realistisch entgegen.
Wir Freidenkerinnen und Freidenker haben eigene Bestattungsfeiergestalter ausgebildet, die allen Konfessionsfreien zur Verfügung stehen. Nach einem ausführlichen Gespräch mit den Angehörigen erarbeiten unsere Feiergestalter eine Abschiedsrede und gestalten die Trauerfeier in würdiger und feierlicher Form, ausschließlich weltlich! Auf Wunsch sorgen wir auch für die musikalische Umrahmung bei der Trauerfeier.

Unsere Bestattungsredner decken heute schon das Gebiet von Heilbronn bis Memmingen ab. Bei Bestattungen außerhalb dieses Bereiches vermitteln wir gern die Kontakte.

Freidenkerinnen und Freidenker bevorzugen die Feuerbestattung, als kulturhistorischen Fortschritt gegenüber der Erdbestattung. Hierzulande wurde die Feuerbestattung auch von unserer Bewegung eingeführt, übrigens gegen den heftigsten Widerstand der Kirchen.

Regelungen schon zu Lebzeiten

Allen unseren Mitgliedern händigen wir, schon zu Lebzeiten, einen Fragebogen aus. Darin können alle wichtigen Lebensdaten, Wünsche für die Bestattungsfeier, sonstige Regelungen u.a. vermerkt werden. So regeln die Freidenkerinnen und Freidenker schon zu Lebzeiten ihre letzten Angelegenheiten und nützen die Zeit bis dahin bewusst, lebensbejahend und diesseitsbezogen, für eine menschliche Welt.

In diesem Zusammenhang weisen wir noch auf ein neues Angebot hin:

Vorsorgeverfügung zur Patientenbetreuung mit qualifizierter Beratung

 

Kirchenaustritt

Sie tragen sich mit dem Gedanken aus der Kirche auszutreten? Sind sich aber noch nicht ganz  sicher. Was würden wohl meine Freunde und vor allem die Verwandten sagen? Vielleicht hätte ich dadurch berufliche Nachteile? Vielleicht gibt es ja doch ein Weiterleben nach dem Tod? - Über all diese Fragen müssen Sie sich schon selbst klar werden. Wir können Ihnen nur dabei behilflich sein.

Kultur ohne Kirche

Der Freidenkerverband ist eine traditionsreiche Kulturorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, durch Bildungsarbeit, Aufklärung, öffentliche Veranstaltungen, Verbreitung freigeistiger und religionskritischer Schriften, sowie der Durchführung weltlicher Feiern, den Menschen eine Alternative zu Religion und Kirche anzubieten. Wir vertreten die philosophische Position, dass alle Erscheinungen in der Welt durch die Naturgesetze erklärbar sind und deshalb ursächlich keines Weltgeistes bedürfen. - Auch wenn Sie diese Meinung vielleicht noch nicht teilen können und den Atheismus noch ablehnen, die Politik der Kirchen und deren Skandale aber nicht unterstützen wollen, ist ein Kirchenaustritt die richtige Konsequenz.

Soziale Dienste

Aber macht die Kirche nicht mit meinem Geld auch viel Gutes, v. a. im Gesundheits- und Sozialwesen? - Abgesehen davon, dass dies öffentliche Aufgaben sind, lassen sich die Kirchen diese Dienste fast vollständig vom Staat finanzieren und darüber hinaus auch noch die Ausbildung ihrer Pfarrer, Religionslehrer, die Militärseelsorge, den Kirchenbau und -unterhalt u.v.a.m. Die Kirchen sind selbst multinationale Konzerne und in Deutschland der zweitgrößte Arbeitgeber. Als Arbeitgeber, der gerade im Sozialwesen vielerorts eine Monopolstellung inne hat, werden aber keine Betriebsräte akzeptiert (nur „Arbeitnehmervertetungen“ mit eingeschränkten Rechten und Tarifverträgen). Gegen religiöse Dissidenten wendet dieser Arbeitgeber gnadenlos Kündigungen an und mischt sich in deren Privatleben ein!

Aber was wird aus meiner Bestattung?

Als Konfessionslose(r) brauchen Sie nicht auf Feierlichkeiten zu verzichten. Unser Verband bietet allen nichtkirchlich Gebundenen weltliche Bestattungsredner und -feiern an. Jugendlichen bieten wir seit über 100 Jahren eine weltlich-humanistische Jugendfeier mit Lebenskundeunterricht. Es besteht auch die Möglichkeit, alle anderen wichtigen Ereignisse im Leben festlich zu begehen, aber eben weltlich!

Sollten Sie sich zum Kirchenaustritt entschlossen haben, wenden Sie sich an Ihr zuständiges Standesamt, die in der Regel schon ein eigenes Zimmer für Kirchenaustritte eingerichtet haben, bringen Ihren Personalausweis mit, unterschreiben Ihr Austrittsformular und entrichten eine Verwaltungsgebühr. - Das ist alles!

Kirchenaustrittstellen:

In ihrem örtlichen Standesamt:
Rathaus Aalen: im Erdgeschoß Zi. 6
Rathaus Heidenheim: Bürgerbüro     
Kornhaus Schwäbisch Gmünd: 2. Stock Zimmer 28

(Ergänzungen oder Änderungen tragen wir gern an dieser Stelle ein!)

Bei dieser Gelegenheit können Sie gleich im Einwohnermeldeamt (Lohnsteuerstelle) ihre Lohnsteuerkarte ändern und ab sofort bleiben Ihnen hunderte bis tausende Euro jährliche Kirchensteuer erspart (je nach Bundesland 7,5 - 9 % der Lohnsteuer).

Sie befinden sich als Konfessionslose(r) dann in guter Gesellschaft. In Baden-Württemberg stehen schon heute den rund 35 % Protestanten und den 39 % Katholiken 26 % Sonstige gegenüber, d. s. überwiegend Konfessionfreie. In ganz Deutschland sind sie Konfessionsfreien inzwischen die größte der Konfessionen geworden (Tendenz steigend)! Wenn Sie darüber hinaus unsere Arbeit unterstützenswert finden und für eine konsequente Interessenvertretung der Konfessionslosen sind, wären Sie uns auch als Mitglied herzlich willkommen!

  

 

Trennung von Kirche und Staat

Freidenker kritisieren kirchliche Machtpolitik und stellen religiöse Dogmen in Frage, klären über deren gesellschaftliche Ursachen auf und vertreten die Interessen der Konfessionsfreien. - Religiöse Menschen müssen sich aber nicht von uns bedroht fühlen! Wir haben keinen Missionierungseifer und uns liegt auch nicht daran, religiöse Gefühle zu verletzen.
In Deutschland leben z.Z. 30,8 % Evangelische, 31,0 % Katholische und 38,2 Sonstige (d.s. überwiegend Konfessionsfreie. Angesichts dieser Zahlenverhältnisse kann man, wie z.B. unsere regierenden Politiker, immer noch so tun, als ob wir eine ausschließlich christliche Gesellschaft wären und eine Staatskirche hätten. Man kann Hass und Intoleranz predigen, oder - wie seit über 200 Jahren die Freidenker - religiöse Toleranz, Achtung der Menschenwürde und Achtung der persönlichen Glaubens- und Gewissensfreiheit fordern. Wir sind, im besten Sinne, für eine multikulturelle Gesellschaft!

KSZE für Menschenrechte

1989 unterzeichneten 35 europäische Nationen das Abschlussdokument der Folgekonferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), auch unser Land. Ausführlich geht dieses Dokument auf den Schutz der Religionsfreiheit und den Schutz der Freiheit Andersdenkender und der Minderheiten ein.
Wir stellen im Folgenden die Forderungen dieses Dokuments der bundesdeutschen Realität gegenüber:

Ungleichheit von Christen und Nichtchristen

(KSZE:) "Um die Freiheit des Einzelnen zu gewährleisten, sich zu seiner Religion oder Überzeugung zu bekennen und diese auszuüben, werden die Teilnehmerstaaten unter anderem
wirksame Maßnahmen ergreifen, um eine auf Religion oder Überzeugung gegründete Diskriminierung gegen Personen oder Gemeinschaften in Anerkennung, Ausübung und Genuss von Menschenrechten und Grundfreiheiten (2)

(2) in allen Bereichen des zivilen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens zu verhindern und zu beseitigen und die tatsächliche Gleichheit zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen zu gewährleisten."

Christen und Atheisten werden ungleich behandelt. Durch das bestehende Subsidiaritätsprinzip, dem Vorrang für freie, vornehmlich kirchliche Träger im Sozial- Erziehungs- und Gesundheitswesen, werden Nichtchristen bei der Berufswahl und -ausübung, sowie der Inanspruchnahme sozialer Leistungen benachteiligt. Obwohl diese Einrichtungen mit kirchlicher Trägerschaft fast vollständig öffentlich finanziert werden, werden dort Beschäftigte bei Kirchenaustritten und dissidentischem Verhalten gemaßregelt und erhalten sogar Berufsverbote! Sogar das Verhalten in der Freizeit (z.B. Scheidung und Wiederheirat bei Katholiken) führte schon zu Entlassungen! Die zuständige Gewerkschaft ver.di (früher ÖTV) musste in den letzten Jahrzehnten immer wieder Mitgliedern bei Arbeitsgerichtsprozessen, infolge religiös bedingter Entlassungen beim Arbeitgeber Kirche, vertreten!

Ungleichheit durch den Gesetzgeber

(KSZE:) "Eine Atmosphäre gegenseitiger Toleranz und Achtung zwischen Gläubigen verschiedener Gemeinschaften ebenso wie zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen schaffen."

Kirchen erhalten steuer- und gebührenrechtliche Sondervorteile (Grund-, Grunderwerbsteuer, Verwaltungsgebühren, Gerichtskosten), das Kirchensteuerprivileg und das Recht auf Ausnahmeregelungen beim Zugriff auf personenbezogene Daten (Landesdatenschutzgesetz Ba-Wü § 21) u. v. a. m. 
Der Toleranzgedanke wird missachtet durch Strafgesetzparagraphen, die lediglich begründet sind in christlicher Tradition und Moralvorstellung:
§ 166 StGB, der sog. "Gotteslästerungsparagraph", der in den letzten Jahren Grundlage für über dutzende von Verfahren bildete (drei Jahre Freiheitsentzug oder Geldstrafen drohen den "Lästerern")
§ 218 StGB, die Strafbarkeit des Schwangerschaftsabbruchs (Ein "Tatbestand, der in nichtchristlichen asiatischen Ländern sogar staatlich gefördert wird).

Eingeschränkte Versammlungsfreiheit

(KSZE:) "Das Recht dieser religiösen Gemeinschaften achten, frei zugängliche Andachts- und Versammlungsorte einzurichten und zu erhalten."

Das Recht auf Versammlungsfreiheit ist für Nichtchristen eingeschränkt: "An den Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen ... sind während der Hauptgottesdienste verboten: öffentliche Veranstaltungen und Vergnügungen, zu denen öffentlich eingeladen oder für die Eintrittsgelder erhoben werden. Soweit Messen und Märkte an Sonntagen ... zugelassen sind, dürfen sie erst nach 11 Uhr beginnen" (§ 7 des Gesetz über Sonn- und Feiertage von Baden-Württemberg).

Weiter sind verboten: öffentliche Tanzveranstaltungen am 24. 12. von 3 bis 24 Uhr, sowie am 25. 12. am ganzen Tag öffentliche Tanzveranstaltungen und solche von Vereinen und geschlossenen Gesellschaften in Wirtschaftsräumen. Öffentliche Sportveranstaltungen sind bis 11 Uhr verboten.

Freiheit der Erziehung

(KSZE:) "Die Freiheit der Eltern achten, die religiöse und sittliche Erziehung ihrer Kinder in Übereinstimmung mit ihren eigenen Überzeugungen sicherzustellen."

In den meisten Gemeinden gibt es keine weltanschaulich neutralen Kindergärten, -heime, -tagesstätten, Krankenhäuser und Altenheime. Obwohl diese Einrichtungen fast ausschließlich durch die Öffentliche Hand finanziert werden, müssen Atheisten, Moslems u.a. religiöse Beeinflussung, auch ihrer Kinder, dulden! Religionsunterricht an den Schulen bedeutet für Nichtkatholiken/-evangelische Ausgrenzung und sozialen Druck. Religionsunterricht als Lehrfach und Bestandteil des Lehrplans, mit voller Finanzierung des Unterrichts, der Unterrichtsmaterialien und Lehrkräfteausbildung, bedeutet eine Ungleichbehandlung derer, die nicht den beiden Großkirchen angehören. Religionsunterricht oder gar Schulgebete (Bayern) gehören aus der Schule und sollten in der Freizeit von den Kirchen selbst durchgeführt werden.

Medienzugang

(KSZE:) "Am öffentlichen Dialog einschließlich mittels Massenmedien teilzunehmen."

Beim Zugangsrecht zu den Medien werden die Kirchen bevorzugt, Atheisten häufig ganz ausgeschlossen. Öffentlich-rechtliche Anstalten und Institutionen, wie Rundfunkräte, Schul-, Jugend- und Sozialausschüsse (4) Kirchen sind obligatorisch mit Kirchenvertretern besetzt. haben zu den Medien ungehinderte Zugangsrechte, auch durch Presserubriken, Rundfunk- und Fernsehsondersendungen zur besten Sendezeit. Die Öffentliche Hand finanziert und bezuschusst sogar noch die Beiträge der Kirchen in den Medien.

Unausgefüllte Erwartungen

(KSZE:) "Die Teilnehmerstaaten erkennen an, dass die Ausübung der oben genannten Rechte hinsichtlich der Religions- und Glaubensfreiheit (...) mit ihren völkerrechtlichen und anderen internationalen Verpflichtungen im Einklang stehen. Sie werden in ihren Gesetzen und Verordnungen und bei deren Anwendung die vollständige und tatsächliche Verwirklichung der Gedanken-, Gewissens-, Religions- und Glaubensfreiheit gewährleisten."

Durch die Beseitigung von Diskriminierungen gegenüber Atheisten und religiösen Minderheiten würden unsere Politiker auch endlich den Art. 33, Abs. 2 des Grundgesetzes erfüllen: "Niemandem aus seiner Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einem Bekenntnis oder einer Weltanschauung einen Nachteil" erwachsen zu lassen.

Wir fordern die Einlösung dieses Anspruchs, die Durchführung der Beschlüsse des Abschlussdokuments der KSZE!

Wir fordern die Trennung von Staat und Kirche!

Links:

(die freigeistige Szene ist sehr vielfältig. Hier eine kleine Auswahl empfehlenswerter Organisationen)

FreidenkerInnen Ulm/Neu-Ulm

 

Patientenverfügung bei FreidenkerInnen Ulm/Neu-Ulm und HVD
 

Humanistischer Pressedienst

Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA)

 

Humanistischer Verband Deutschland (HVD)

 

Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

 

Die Humanisten Württemberg

Giordano Bruno Stiftung
 
Bund für Geistesfreiheit München

Freidenker-Vereinigung der Schweiz

 

Deutscher Freidenker-Verband

 

Freidenkerbund Österreich


Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP)

 

Jugendweihe Deutschland


Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben

 

Bücher und Medien: Denkladen.de

Hier geht's zu freidenkerischen Dokumenten gegen den Krieg!

Referat von Armin Kolb: Die Entstehung des Menschen

 

 

zurück zum Anfang