edition Spinoza neu: http://ost.spinoza.dhubw.de  

 

 

 

 

edition  Spinoza
 

Philosophische Texte

im Verlag

Freiheitsbaum Reutlingen

 

veröffentlicht Beiträge zur Philosophiegeschichte und Theorie und sieht sich inspiriert von Leben und Werk des Baruch Spinoza (1632-1677)

dem Begründer des modernen europäischen Rationalismus.

 

Bestelladresse:
edition Spinoza

Hellensteinstr. 3
D-89518 Heidenheim
Tel.: (07321) 42849
Fax: (07321) 42892
eMail: ed.spinoza@t-online.de
 

    Buchtitel:

   Klassiker der Religionskritik:

   Regionales:

Verlag FREIHEITSBAUM
Reutlingen u.a.

Hellmut G. Haasis

http://www.hellmut-g-haasis.de/thema/fhb.html


Projekt: NS-Belastete 

Hrsg. Dr. Wolfgang Proske

http://www.ns-belastete.de

Kugelberg-Verlag Gerstetten

http://www.kugelbergverlag.de

 

 

 

 

Heiner Jestrabek:

FreidenkerInnen. Lehren aus der Geschichte.

Porträts & Aufsätze

ISBN 978-3-922589-52-5

Softcover, 190 S., 14 €

 

„Freidenker“, ein Begriff, der etwas aus der Mode gekommen zu sein scheintallen gemeinsam jedenfalls war der Wunsch, dass sie frei von Dogmen und in Selbstbestimmung leben und denken wollten, in der Tradition von Aufklärung und Humanismus. Freidenkerinnen und Freidenker haben vieles erreicht und erkämpft, was uns heute schon selbstverständlich erscheint: Zivilehe, Feuerbestattung, Jugendweihen, Fortschritte in Richtung Trennung von Kirche und Schule bzw. Trennung von Kirche und Staat, weniger Diskriminierungen gleichgeschlechtlicher Liebe, weniger rigide Sexualmoral und Frauenunterdrückung. Auch konnten teilweise Forderungen nach gleichen und demokratischen Bildungsmöglichkeiten verwirklicht werden. Freidenker traten und treten zudem ein für weltanschauliche Selbstbestimmung, fördern und verbreiten eine nichtreligiöse, rational begründete Weltsicht, die sich auf ein Denken frei von Vorurteilen, Dogmen und Tabus stützt und sich an wissenschaftlich begründeter Erkenntnis orientiert. Sie kämpften für Toleranz und die volle Verwirklichung der Glaubens‑, Gewissens‑, und Weltanschauungsfreiheit und wehren sich gegen Zwangsmissionierung und Fundamentalismus: Albert Dulk (1819-1884) „Dramatiker, Revolutionär, Freidenker“, August Bebel (1840-1913) „Republik, Sozialismus, Atheismus“, Jakob Stern (1843-1911) „Vom Rabbiner zum Atheisten“, Josef Schiller (1846-1897) „Fort mit Himmel, Hölle und Fegefeuer“, Adolph Hoffmann (1858-1930) „Zehn-Gebote-Hoffmann“, Konrad Beißwanger (1869-1934) „Der Atheist“, Rosa Luxemburg (1870/71-1919) „Freidenkerin des Sozialismus“, August Thalheimer (1884-1948) „So ist die Vernunft selbst weltlich“, Max Sievers (1887-1944) „Freidenker, Sozialist, Antifaschist“, Peter Maslowski (1893–1983) „Klerikalismus und Proletariat“, Susanne Leonhard (1895-1984) „Unterirdische Literatur“ & „Gestohlenes Leben“, Leopold Grünwald (1901-1992)“Wandlung“, Lina Haag (1907-2012) „Am Leben lernen“, Fritz Lamm (1911-1977) „Funken“ & „Unbequemer Streiter“ und Hellmut G. Haasis (* 1942) „Geschichte(n)-Ausgräber“ & „Befreiendes Lachen“.

„Der Autor läßt die Porträtierten häufig umfangreich zu Wort kommen und gibt zahlreiche Literaturtips zur Vertiefung. Sympathisch ist, daß hier eine heterogene und undogmatische Tradition des Freidenkertums dargestellt wird, die vielfältige Anknüpfungspunkte bietet. Und es erscheint sinnvoll, weiter für diese Inhalte zu kämpfen: »Freidenkerinnen und Freidenker (haben) vieles erreicht und erkämpft, was uns heute schon selbstverständlich erscheint.“                              

junge welt 2.07.2012

 

 

 „… hat mit dieser Publikation einen überaus wertvollen Beitrag zur Erforschung der Geschichte freidenkerischen Bewegung geleistet. Eine Geschichte, die in ihrer Komplexität, leider immer noch nicht erforscht ist. Und er gibt einen ansprechenden Anstoß, daß sich jüngere religionsfreie und/oder laizistische Menschen im Hier und Heute … zu beschäftigen. Denn die Anliegen von Dulk, Stern, Sievers und vielen anderen harren ja noch immer ihrer Realisierung.“  

freigeist-weimar.de

 

 

Heiner Jestrabek:

Eduard Fuchs. Kunstsammler und Zeitkritiker.

Eine biographisch-politische Skizze

ISBN 978-3-922589-53-2

Softcover, 192 S., 14 €

Eduard Fuchs, am 31. Januar 1870 in Göppingen geboren und in Stuttgart aufgewachsen, war Buchhalter, Essayist, Aktivist der illegalen Sozialdemokratie, politischer Gefangener, Redakteur der Satire- und Karikaturzeitschrift Der süddeutsche Postillon, freier Schriftsteller, Historiker, Kunstsammler, Autor des mehrbändigen Bestsellers Illustrierte Sittengeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart und Herausgeber zahlreicher Werke zur Geschichte, sowie von Kunst- und Karikaturenbänden, wie 1848 in der Caricatur, Die Karikatur der europäischen Völker vom Altertum bis zur Neuzeit, Das erotische Element in der Karikatur, Die Frau in der Karikatur, Geschichte der erotischen Kunst, Der Weltkrieg in der Karikatur, Die Juden in der Karikatur u. a. Er entdecke und publizierte für das deutsche Publikum die Werke Honoré Daumiers, war der Nachlassverwalter von Franz Mehring und gab dessen Werke in einer umfangreichen Edition heraus. Fuchs war Gründungsmitglied des Spartakusbundes und reiste im Auftrag von Luxemburg und Liebknecht nach Moskau zu Verhandlungen mit Lenin. Später trat er als Kritiker des Stalinismus aus der Partei aus und beteiligte sich an der Errichtung des Frankfurter Instituts für Sozialforschung. 1933 rauben ihm die Nazis sein Haus und seine bedeutende Kunstsammlung. Kunstwerke, unwiederbringliche Dokumente und Archivalien wurden dabei zerstört. Fuchs emigrierte nach Paris, wo er nach längerer Krankheit am 26. Januar 1940 starb. Das Leben und Werk von Eduard Fuchs wird in dieser politisch-biographischen Skizze – u. a. in Selbstzeugnissen - dargestellt. Von Fuchs publizierte Karikaturen, Kunst- und Literaturprojekte dienen zur Illustration seiner Zeitkritik an der herrschenden Kultur und Politik.

 „… bemerkenswerte und überaus empfehlenswerte Arbeit über Eduard Fuchs ist mehr als nur eine Skizze! Diese Schrift stellt eine gelungene und wissenschaftlichen Ansprüchen genüg-ende kulturwissenschaftliche Arbeit dar. Vielleicht aber wollte der Autor mit dem Begriff "Skizze" hintersinnig jüngere Wissenschaftler anregen, sich ihrerseits des Fuchs'schen Werkes anzunehmen...“

freigeist-weimar.de

„… im neuen Fuchs-Buch viele Fakten und veranschaulichendes Material zusammengetragen. Im oft spröden Text vermischt der Autor jedoch (zu) oft chronologische und systemat-ische Darstellung. … Das freilich sollte niemanden davon abhalten, Jestrabeks Bändchen sei´s zu lesen sei´s zu kaufen.“

Forum Wissenschaft 1/2013

 

 

 

Heiner Jestrabek (Hg.):

Frühe deutsche Religionskritik.

Matthias Knutzens Flugschriften

Von den 3 Betrügern Moses, Jesus, Mohammed

Reimarus-Fragmente

ISBN 978-3-922589-55-6

Softcover, 186 S.,  14 €

Frühe deutsche Religionskritik? Hatten die Anfänge der gesamteuropäischen Bewegung der Aufklärung vor 300 Jahren auch ihre Dépendancen in den zersplitterten und ökonomisch rückständigen deutschen Territorialstaaten? Der Herausgeber untersucht die Fragen nach den Schwierigkeiten, Besonderheiten und den mühsamen Weg der geistigen Emanzipation als „Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“ (Immanuel Kant in Beantwortung der Frage „Was ist Aufklärung?“), dokumentiert und erläutert die noch immer wenig verbreiteten und zugänglichen Texte der frühen deutschen Aufklärungsbewegung. Aufklärung war Ende des 17./Anfang des 18. Jahrhunderts auch in Deutschland dringend geboten, aber für deren Protagonisten äußerst gefährlich. Die clandestinen Schriften wurden verboten und öffentlich verbrannt, die Autoren scharf verfolgt und mit dem Tod bedroht. Dennoch fanden einige den Mut ihre Stimme zu erheben:  Matthias Knutzen verteilte in Jena atheistische Flugschriften („Überdies leugnen wir das Dasein eines Gottes, wir verachten die Obrigkeit und verwerfen alle Kirchen und Priester“), das anonym erschienene Buch des Johann Joachim Müller Von den drei Betrügern unterstellte allen drei Begründern der monotheistischen Religionen (Moses, Jesus, Mohammed) Betrugsabsichten. Hermann Samuel Reimarus entlarvte in seiner Schrift (von G. E. Lessing als Fragment eines Ungenannten veröffentlicht) die Apostelgeschichten als widersprüchlich und erdichtet und plädierte eindringlich für religiöse Toleranz. Die deutschen Frühaufklärer waren zwar dünner gesät als ihre Mitkämpfer in den Niederlanden, England und Frankreich, aber sicher nicht weniger motiviert.

„Selbst sehr engagierten Freidenkern, Freigeistern und Humanisten dürften wohl die Namen Matthias Knutzen, Johann Joachim Müller und Samuel Reimarus kaum oder gar nichts sagen. Dabei nehmen diese drei Männer einen herausragenden Platz in der frühen deutschen Aufklärung und Religionskritik ein. Sie und ihre maßgeblichen Werke der Vergessenheit entrissen zu haben, ist das Verdienst des rührigen Freigeistes und Publizisten … Jestrabek gebührt großes Lob für seine komplexe Aufarbeitung eines fast vergessenen Teiles der frühen Aufklärung im deutschen Sprachraum. Und wie der aufmerksame Leser spürt, die drei besonders vorgestellten Persönlichkeiten haben ihre Spuren im Geistesleben hinterlassen, auch wenn das den wenigsten unter uns wohl kaum bewusst war/ist.“

Humanistischer Pressedienst hpd.de

 

 

Hellmut G. Haasis & Heiner Jestrabek (Hg.)

Volksbuch der verspotteten Päpste. Ein befreiendes Lachbuch

ISBN 978-3-922589-34-1

Softcover, 170 S., 12 €

Historische Satiren über das Papsttum aus der Französischen Revolution 1792, ein „Exklusivinterview“ mit dem ehemaligen Papst Ratzinger am 6. Juli 2010 in Rom, geführt von den nicht identifizierten Besuchern Gottfried Lepusis und Enrico Marcard und weitere historische Beiträge zur Papstsatire von Hellmut G. Haasis, Heiner Jestrabek, Jacques-René Hébert, Pietro Aretino, u. a. mit fröhlich-surrealistischen Collagen von Uli Trostowitsch.

„Das Buch ist eine Gratwanderung zwischen Satire und historischer Wissenschaft. … ausgezeichnete ‚fröhlich-surrealistische Collagen’ des Künstlers Uli Trostowitsch – eigens für diesen Band angefertigt. Dem Volksbuch der verspotteten Päpste sei eine weite Verbreitung gewünscht. Die Leserschaft wird durch historische Wissens- und Bewusstseinserweiterung belohnt – und zumindest in den aktuellen Teilen herzhaft lachen können.“  

 Humanistische Rundschau Stuttgart

 

Heiner Jestrabek 斯塔拉贝克 海纳 & Ji Yali 吉 雅莉

Die Wahrheit in den Tatsachen suchen. Aufklärung, Rationalismus und freies Denken in der chinesischen Philosophie

ISBN 978-3-922589-50-1

Softcover, 200 S., 14 €

Es wächst das Bedürfnis nach einem Verständnis der chines-ischen Geisteswelt, einem Denken, unter dessen Einfluss nahezu ein Viertel der Menschheit steht. Eine Einführung in die Geschichte der chinesischen Philosophien und Denkrichtungen mit vielen Illustrationen. China boomt und neben wirtschaftlichen Interessen wächst das Bedürfnis nach einem Verständnis der chinesischen Geisteswelt. In diesem Buch wird eine Einführung in die Geschichte der chinesischen Philosophien und Denkrichtungen vor dem Hintergrund der langen geschichtlichen Entwicklung gegeben und deren Wechselbeziehung zu den kulturellen, politischen und religiösen Strömungen dargestellt. Der vorliegende Streifzug durch die lange Geschichte Chinas und seine aufklärerischen Traditionen versucht deshalb rationale und diesseitige Strömungen des östlichen Denkens in den Mittelpunkt zu stellen. Wir begegnen hierbei zahlreichen Denkschulen im Reich der Mitte die materialistische oder rationalistische Ansätze verfolgten. Dabei handelt es sich um eigenständige Traditionen, die aus den Gegebenheiten der chinesischen Gesellschaft und den Positionen der traditionellen chinesischen Philosophie entstanden sind und nicht nur um einen Import der europäischen Aufklärung. Selbst bei vom Ausland übernommenen Lehren, die in China sehr einflussreich wurden (Buddhismus aus Indien, Liberalismus und Marxismus aus Europa), erfuhren diese bei ihrer Transformation eine deutlich spürbare Sinisierung und Inhaltsverschiebung. Dieses Buch unternimmt den Versuch, um Aufklärung bemühte Philosophen in kurzen biographischen Abrissen und in deren wichtigsten Aussagen, im Kontext ihrer Zeit darzustellen. Durch die Darstellung bislang in Europa viel zu wenig beachteter Denker (und einiger Denkerinnen) möchte es dazu beitragen, vorherrschende Klischeevorstellungen über die Gedankenwelt des Fernen Ostens zu revidieren.

„Ein Nachschlagewerk. In historisch gegliederter Reihenfolge werden hier Basisinformationen zu wichtigen chinesischen Philosophen und ihren Hintergründen gegeben, jeweils gegliedert nach Leben, Lehre, Werk und teilweise auch noch Zitaten. … Es wird hier am Stoff des chinesischen Denkens klar nachvollziehbar, dass China nicht nur das Heimatland von allerlei pseudowissenschaftlichen Traditionen ist, wie sie gegenwärtig gerne im Namen der ‘Spiritualität’ rezipiert werden, sondern dass China eine eigenständige Tradition der Aufklärung entwickelt hat.“

Frieder Otto Wolf in humanismus aktuell 2/2011

 „Das Buch bildet ein äußerst gelungenes Kompendium, das nicht nur als Lexikon chinesischer Philosophen verwendet werden kann, sondern auch in prägnanter Form den historischen Kontext berücksichtigt sowie die ideengeschichtlichen Kontroversen und Bezugnahmen dieser Denker sichtbar macht. Es setzt in der Tat einen aufklärerischen Kontrapunkt zu den gängigen Chinoiserien.“

Alexander v. Pechmann  in WIDERSPRUCH Münchner Zeitschrift für Philosophie 56-2012

 

 

Heiner Jestrabek (Hg.)

Lieder des Ghetto. Jiddische Freiheitslieder

ISBN 978-3-922589-51-8

Softcover, 176 S., 14 €

Erweiterte Neuauflage 2017:

 

Die Geschichte der jiddischen Kultur spiegelt sich sehr anschaulich in ihren Liedern wieder. Dokumentiert werden über 150 Lieder von Not und Hoffnung, Arbeit und Kampf, Liedern gegen den Faschismus, aus den Ghettos und der Partisanen, Lieder der Einwanderer nach den USA und neuere Lieder. Die Dichter werden, soweit bekannt, porträtiert und gewürdigt. Beiträge über die lange Geschichte der Verfolgungen, jiddische Sprache, Klesmer, Assimilation, Antisemitismus, Religion, Aufklärung, „nichtjüdische Juden“ und philosophische Religionskritik im Judentum ergänzen diese reichlich illustrierte Dokumentation. Jiddisches Denken in Liedern - in dritter, verbesserter und erweiterter Auflage, ergänzt um über 20 weitere Lieder und um 35 Seiten, mit neuen Beiträgen und Porträts der Dichter Welwel Sbarascher, Itik Manger, Russische Revolution, Spanischer Bürgerkrieg, Leah Swirski, Jankiel Herszkowicz, Itzik Feffer, Chava Alberstein, Hai & Topsy Frankl, The Klezmatiks u.a. – und um ein jiddisch-deutsches Glossar.

„Schon allein die Einleitung und die erklärenden Zwischentexte - mit Beiträgen über die lange Geschichte der Verfolgungen, jiddische Sprache, Klesmer, Assimilation, Antisemitismus, Religion, Aufklärung, ‚nicht-jüdische Juden’ und philosophische Religionskritik – vermitteln ein gänzlich neues Bild des Judentums, jenseits des vermeintlichen Mainstream. Klesmer werden wir künftig mit anderen Ohren hören“

 

Ralph Metzger in linkezeitung.de

 

„… bettet seine Dokumentation in den gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang ein. Seine kurzen, aber prägnanten Beiträge verdienen besondere Beachtung. Das beginnt mit dem Aufsatz "Jiddische Sprache - Mame loschn". Gestreift wird die lange Geschichte der Verfolgungen vom Römischen Reich, über mittelalterliche Kreuzzüge, Vertreibungen und Pogrome. Jestrabek geht aber auch auf die Haskala, die jüdische Aufklärung ein, zeigt mögliche Alternativen nach der französischen Revolution auf. Er geht auf den großen Anteil von Juden an der Entfaltung von Wissenschaft und Kultur ein, benennt auch ihren bedeutenden Anteil an der Entwicklung der Arbeiterbewegung. Zu letzterem ist insbesondere sein Aufsatz "Algemejner Jiddischer Arbeterbund" (Zarenreich) hervorzuheben. Und bei aller Sympathie vor jüdischen Menschen klammert Jestrabek die Frage der Religionskritik auch bei dieser monotheistischen Religion nicht aus.“                                    

freigeist-weimar.de

Ulrike Jestrabek

Deutschsprachige jüdische Autoren in der Auseinandersetzung mit dem Exilland China. Dissertation.

ISBN 978-3-922589-54-9

Softcover, 392 S., 18 €

Im Zentrum dieser Dissertation (D.466 Dissertation Kulturwissenschaften Universität Paderborn 2013) stehen Leben und Werke jüdischer Exilanten, vor, während und nach ihrer Flucht vor den Nazis und in Reflexionen zum Exilland China. Die ausgewählten Autoren behandeln in ihren Werken ihre konkrete Exilsituation, ihre Auseinandersetzung mit Faschismus und Antisemitismus, verarbeiten als überlebende jüdische Repräsentanten Erinnerungen und Traumata und gehen in ihren Texten mit den kulturellen Einschreibungen der Schoah folgender Generationen um. Zahlreiche Textausschnitte, (Zeitzeugen-)Interviews, Bilder und Dokumente machen die Verschiedenartigkeit und Facetten dieser ursprünglich deutschsprachigen Juden transparent. Mit dieser Untersuchung wird versucht, Leben und (Teil-)Aspekte der Werke der Autoren dem Vergessen zu entreißen u. a.: Egon Erwin Kisch, Heinz Grzyb, Friedrich Wolf, Klara Blum, Eva Siao, Fritz Jensen, F.C. Weiskopf, Alex Wedding, Ernst Schwarz, Bruno Frei, Ruth Weiss, Elisabeth Meyer, Max Mohr, A.J. Storfer, Kurt Lewin, Mark Siegelberg, Wolfgang Hadda, Alfred W. Kneucker, Hans-Heinz Hinzelmann,  Hugo Burkhard, Marianne Stern, Egon M. Kornblum, Lutz Witkowski, Grete Beck-Klein, Jerry Lindenstrauss, Franziska Tausig, Hellmut Stern, Horst Peter Eisfelder, Ernst G. Heppner, Vivian Jeanette Kaplan, Evelyn Pike Rubin, Sigmund Tobias, Bruno Frei, Ruth Weiss, Roberto de Hollanda, Kurt Neff, Sibylle Hunzinger, Betty Grebenschikoff, Genia Nobel, Ruth Werner, Magdalena Robitscher-Hahn, Alfred Dreifuß, Jakob Rosenfeld.

 

„Alles in allem: Ulrike Jestrabeks Arbeit ist - obwohl sehr umfangreich und nicht unbedingt ‚populär‘ geschrieben - ein sehr wichtiges Werk. Es enthält eine ganze Reihe von neuen Forschungsergebnissen und Themen, die bisher mit diesem Schwerpunkt in Deutschland noch nicht veröffentlicht wurden. Denn es werden wichtige Themen des 20. Jahrhunderts beleuchtet: jüdische Identität und Literatur im deutschsprachigen Raum - besonders auch bei assimilierten und nichtreligiösen Juden, diverse Literaturdebatten, Marxismus in Deutschland, Sowjetunion und China, ‚Realsozialismus‘, die sogenannte ‚Dritte-Welt‘-Frage und der Antifaschismus.“                    

Humanistischer Pressedienst hpd.de

 

Dr. phil. Ulrike Jestrabek, Literaturwissenschaftlerin in Tübingen, lebte und arbeitete in China und Japan. Arbeitsschwerpunkte: Sinologie, Germanistik, Mediävistik, Komparatistik / Internationale Literaturen. Veröffentlichungen: Die positive Rezeption der geistigen chinesischen Welt bei Richard Wilhelm (2010). 吉 雅莉: Die Wahrheit in den Tatsachen suchen (2011), mehrere Aufsätze in: Käfer, Crash & Capri-Batterie (2013).

 

 

 

Ruth Wilma Albrecht:

Pfalz und Pfälzer LeseBuch

Pfälzer Volksaufstand 1849

ISBN 978-3-922589-56-3 

Softcover,  142 S., 14 €

Diese als Lesebuch PFALZ & PFÄLZER angelegte Edition ist eine Erinnerung an den Pfälzer Volksaufstand 1849. Das Buch besteht aus zwei Erzähltexten der Autorin Wilma Ruth Albrecht. Der einleitende Beitrag WAS DES VOLKES RECHT IST erinnert geschichtlich-beschreibend an die Ereignisse und ihre unmittelbare Vorgeschichte 1848/49. Im bequellten Text finden sich auch wichtige historische Dokumente, teilweise als Reproduktionen. Der Ausblick enthält zusammenfassenden Thesen und knappe weiterführende geschichtstheoretische Hinweise. An diesen faktionalen Grundtext schließt die fiktionale Brieferzählung JENNY an. In diesem dokumentarliterarisch-fiktionalen Text spannt die Autorin den geschichtlichen Bogen nicht nur über zwei Jahrzehnte von der politischen Vorgeschichte des Volksaufstands zu seinen bitteren Folgen als gescheiterter revolutionärer Prozess. Die chronologisch angelegte Binnensicht einer klugen und emanzipierten Frau wechselt auch die Perspektive. In den Blick gerät historisch Vernachlässigtes und Liegengebliebenes. Beide Texte des LeseBuchs nehmen ein Anliegen des pfälzer Radikalen Ernst Bloch auf: „Nur jenes Erinnern ist produktiv, das nicht allein daran erinnert, was geschah; sondern das auch daran erinnert, was noch zu tun ist.“ Das spricht auch Heiner Jestrabeks Nachwort an.

"Auch mit diesem Lesebuch geht es – und das auf gelungene Weise durch die Verbindung von Fakten und Fiktion – um produktives Erinnern: Es genügt nicht, daran zu erinnern, was geschehen ist, es muss vor allem daran erinnert werden, was noch zu tun ist."

  Siegfried R. Krebs in: Humanistischer Pressedienst hpd.de 22.07.2014

 

 

Dr. Wilma Ruth Albrecht ist eine deutsche Sozial- und Sprachwissenschaftlerin (Lic; Dr. rer. soc.) mit den Arbeitsschwerpunkten Literatur-, Politik- und Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie veröffentlichte im Shaker Verlag die Bücher: Bildungsgeschichte/n (2006) - Harry Heine (2007) - Nachkriegsgeschichte/n (2008). Die Autorin arbeitet derzeit an ihrem Romanprojekt zum letzten ´kurzen´ Jahrhundert - EINFACH LEBEN.

 

 

Heiner Jestrabek (Hrsg.):

 

Susanne Leonhard.

Unterirdische Literatur im revolutionären Deutschland, Gestohlenes Leben, Freies Denken.

Dokumentation zu Leben und Werk

 

ISBN 978-3-922589-58-7 

Softcover, 146 S. 14 €

Wer war Susanne Leonhard (1895-1984)? - 100 Jahre nach Anzettelung des I. Weltkriegs und 75 Jahre nach dem Beginn des II., ist ein vermehrtes Interesse an diesen historischen Ereignissen festzustellen. Der Beginn des I. Weltkriegs, die Öffnung einer vorhersehbaren „Büchse der Pandora“, bietet eine anschauliche Medienpräsenz. Unzählige Memoiren und Dokumentationen werden geboten. Weshalb ist fast nie die Rede von der damaligen mutigen Bewegung gegen den Krieg? Ja, die gab es - und große Namen waren darunter. Susanne Leonhard schloss sich als junge Studentin 1915 der radikalen Friedenbewegung an - und sollte ihre erste Chronistin werden. Susanne Leonhard war rebellische Tochter aus gutem Haus, Studentin der Mathematik und Philosophie, Friedensaktivistin, Revolutionärin, Religions- und Sprachkritikerin, Kampfgefährtin von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, musste vor den Nazis ins Exil fliehen und war zwölf Jahre lang Gefangene in sowjetischen Lagern. Sie ließ sich weder von Stalinisten noch vom amerikanischen Geheimdienst einschüchtern und schrieb die bemerkenswerten Texte: Unterirdische Literatur im revolutionären Deutschland während des Weltkriegs (1920), Gestohlenes Leben. Schicksal einer politischen Emigrantin in der Sowjetunion (1956), Ärger mit Zitaten und Karl Liebknechts Nachlaß (1971). Susanne Leonhard war eine antistalinistische Sozialistin in der Tradition Rosa Luxemburgs, eine humanistische Geisteswissenschaftlerin und Publizistin, Kriegsgegnerin und Freidenkerin - all dies waren konsequente untrennbare Bestandteile ihres Weltbilds. Ihre Schriften enthielten zudem viele autobiographische Zeugnisse, weshalb diese Dokumentation in der Hauptsache sie selbst, in Auszügen und mit Kommentierungen, zu Wort kommen lässt. Erinnerungen ihrer Zeitgenossen, wie Hermann Weber, Reinhold Settele, Peter Grohmann und ihres berühmten Sohns Wolfgang Leonhard, runden das Bild einer außergewöhnlichen Persönlichkeit ab.

"... Herausgeber Jestrabek ist ein lesenswertes und vom Druckbild her lesbares Bändchen veröffentlicht, das es verdient, nicht nur von Älteren aufgenommen zu werden; würde es von Jüngeren gelesen werden, erführen diese: es gibt Alternativen zum antihistorisch-neoliberalen 'hic et nunc' der zeitgenössischen Atemlosigkeit." 

Forum Wissenschaft 2/2015

 

"Argumentationshilfe, wenn es gegen verlogene, heuchlerische Phraseologien von Theologen geht und er zeigt auch auf, welche geistigen Pirouetten jene anstellen, wenn es konkret wird und sie da immer neue Auslegungen erfinden, um die absoluten Wahrheiten biblischer und anderer Texte zu 'begründen'".

Humanistischer Pressedienst hpd.de

Erhard Jöst:

Blauer Trost. Gedichte

ISBN 978-3-922589-60-0

Softcover, 120 S., 14 €

Aus dem Nachwort: „Und fehlt der Pfaffensegen dabei“. - Die Gedichte von Erhard Jöst, sind zuweilen voll romantischer Melancholie, mal heiter, mal zur Nachdenklichkeit anregend, öfters auch polemisch, häufig mit einem ironischen Unterton, manchmal auch mit einer Brise Sarkasmus versehen, machen betroffen oder reizen zum Lachen, bieten allesamt Denkanstöße und ein unterhaltsames Lesevergnügen. Und sie haben noch dazu hohen Gebrauchswert. Als ideales Podium für seine Kreativität hat Jöst das Kabarett GAUwahnen 1988 gegründet. Die Sketsche, Songs und Soli, nach Texten von Erhard Jöst, werden von den talentierten Künstlern vorgetragen und starten stets aufs Neue Angriffe auf Gehirn und Lachmuskeln der Zuschauer. Opportunismus und Duckmäusertum, die kursierenden Vorurteile und die reaktionären Spießbürger werden sarkastisch aufgespießt. Zahlreiche renommierte Preise wurden ihnen in den letzten Jahren verliehen. Kabarettreif waren für Erhard Jöst durchaus seine eigenen realen Erlebnisse: Als sich im Jahr 1980 Christel Banghard und Erhard Jöst vor dem Standesamt in Bad Mergentheim ihr Jawort gaben, dachten sie nicht daran, dass sie Gegenstand einer bundesdeutschen Realsatire werden sollten. Nebenbei: die Ehe hat noch immer Bestand, auch - oder gerade weil - sie sich als Motto ein Zitat aus Heinrich Heines „Wintermärchen“ genommen hatten: „Und fehlt der Pfaffensegen dabei, die Ehe ist gültig nicht minder“. Der damalige baden-württembergische Kultusminister Gerhard Mayer-Vorfelder (CDU), Dienstherr der beamteten Lehrer, wollte in landesherrschaftlicher Manier Jöst daraufhin gleich dreifach bestrafen: Mit einer Probezeitverlängerung, mit der Einleitung eines Disziplinarverfahrens und der Anordnung einer Strafversetzung. Das Verwaltungsgericht entschied gegen den Kultusminister und verhinderte die Realisierung seines Strafkatalogs. Lediglich die Versetzung des Lehrers nach Heilbronn konnte vorgenommen werden, aber nur deshalb, weil der damalige Mergentheimer SPD-Stadtrat Jöst ihr zustimmte. Er wollte mit seiner Familie nicht länger Ziel einer Hexenjagd sein. Mayer-Vorfelder hat seine Niederlage aber nicht vergessen und später mehrfach Rachefeldzüge inszeniert, beispielsweise ließ er Jöst 1987 mit einer „Staatsaktion“ auf Verfassungstreue überprüfen, als dieser gewagt hatte, eine satirische Landeshymne in der Heilbronner Stimme als Leserbrief zu veröffentlichen.

Neu 2015:

 

 

"Wie gut, daß es immer noch Menschen gibt, die sich nicht ducken lassen unter die Knute von Pfaffen, Politikastern und Propaganda-Journaille, die unbeirrt den aufrechten Gang gehen. Für solche Menschen steht Erhard Jöst. Mit seinem schriftstellerischen und kabarettischen Schaffen vermag er Anderen Mut zu machen. Man denke angesichts mancher seiner Texte immer daran: Lachen kann befreien, Auslachen erst recht. Siehe das altbekannte Märchen von des Kaisers neuen Kleidern. In diesem Sinne sei dieses Buch möglichst vielen Menschen wärmstens zur Lektüre empfohlen. "

Siegfried R. Krebs in: hpd.de

Dr. Erhard Jöst - siehe: http://www.gauwahnen.de

Heiner Jestrabek (Hrsg.):

Glossar Humanistsiches Freidenkertum

... Reden wir mal über Begriffsbestimmungen
 

 52 S., Druckversion 6 €, wird auf Wunsch gern kostenfrei per .pdf zugemailt.

 

Die Begrifflichkeiten der Freidenker. Seit über 300 Jahren werden Menschen als „Freidenker“ bezeichnet, die für eine selbständige und selbstverantwortliche Lebensgestaltung im Sinne der Aufklärung eintreten und religiösen Glauben, Gottesglauben und kirchliche Dogmen ablehnen, bzw. sich als Atheisten, Agnostiker, Skeptiker oder säkulare Humanisten verstehen. Die gesamteuropäische Bewegung der „Aufklärung“, in den Niederlanden „Verlichting“, in England „Enlightenment“, in Frankreich „Siècle des lumières“ genannt, war eine geistige Emanzipationsbewegung, mit einem ausgeprägten antifeudalen und antiklerikalen Grundcharakter. Freidenker, Vrijdenker, Libertins, Freethinker, nannten sich die frühen europäischen Aufklärer, die frei von Dogmen denken wollten und die Religion auf „vernünftige“ Regeln zu reduzieren gedachten. Heute sind Selbstbe-zeichnungen oft: Humanisten, Konfessionsfreie, Freigeister, Neue Atheisten, Agnostiker, Evolutionäre, Monisten, Naturalisten, Dialektische Materialisten, Skeptiker, Säkulare, Laizisten, Brights u. a. – Wie die Bezeichnungen auch immer lauten mögen, allen gemeinsam ist der Wunsch, dass sie frei von Dogmen und in Selbstbestimmung leben und denken wollen; und sie sehen sich in der Tradition von Aufklärung und Humanismus.
Aufklärer, Freidenkerinnen und Freidenker haben vieles erreicht und erkämpft, was früher verboten war und uns heute schon selbstverständlich erscheint: die Wahrnehmung der positiven und negativen Religionsfreiheit, die Abschaffung des Teilnahmezwangs an kirchlichen Ritualen, zivile Eheschließung und Bestattung, Feuerbestattung, Jugendfeiern, Fortschritte in Richtung Trennung von Kirche und Schule, Kirche und Staat, weniger Diskriminierungen gleichgeschlechtlicher Liebe, weniger rigide Sexualmoral und Frauenunterdrückung. Auch konnten teilweise Forderungen nach gleichen und demokratischen Bildungsmöglichkeiten verwirklicht werden. Freidenker traten und treten ein für weltanschauliche Selbstbestimmung, fördern und verbreiten eine nichtreligiöse, rational begründete Weltsicht, die sich auf ein Denken frei von Vorurteilen, Dogmen und Tabus stützt und sich an wissenschaftlich begründeter Erkenntnis orientiert. Sie kämpfen für Toleranz und die volle Verwirklichung der Glaubens-, Gewissens- und Weltanschauungsfreiheit und wehren sich gegen Zwangsmissionierung und Fundamentalismus. Freies Denken soll originär, vielfältig, undogmatisch, phantasievoll sein und eine ständige Einladung zu Selbstbestimmung und vorurteilslosem Denken ohne Fremdbestimmung.

Erweiterte Neuauflage 2017:

 

"Dem Glossar selbst sind einige kurze Artikel vorangestellt, die sich vorrangig an noch Außenstehende, an „Neulinge“ richten. Diese Artikel sind u. a. mit Fragen überschrieben, auf die kurz und knapp Antworten im Kern gegeben werden: „Christlich-abendländische Leitkultur Europas? „Glauben an Wunder und Geister?“ „Werktags Wissenschaft, sonntags wundergläubig?“ „Kirchliche Glaubensbekenntnisse ernst nehmen?“ „Freies Denken beschränkt sich auf Religionskritik?“ oder „Einmischung in Fragen der Politik?“ Gerade den letztgenannten Artikel sollten sich organisierte Humanisten/ Freidenker besonders zu Herzen nehmen. Darin heißt es auf Seite 11 - leider - ganz nüchtern: „Das (...) 20. Jahrhundert hat aber gezeigt, daß [in der BR Deutschland und ihren Parlamentsparteien; SRK] keine politische Partei sich mehr zum Freidenkertum bekennt und im parteipolitischen Alltag unsere Anliegen vernachlässigt werden. Opportunismus, das Buhlen um Wählerstimmen - aber auch eine geschickte kirchliche Demagogie, die sich als sozial kompetent und ethisch hinzustellen versteht, haben sowohl Liberale als auch Sozialisten (in Ost und West) in ihrem Mainstream völlig indifferent und kirchenloyal getrimmt („Phänomen der Rechristianisierung der Linken“). Und das, obwohl derzeit 39 Prozent der Menschen hierzulande konfessionsfrei sind und nur noch 29 bzw. 28 Prozent katholisch oder evangelisch ... Es folgt noch ein kurzer Artikel über das „Humanistische Selbstverständnis“, das Grundsatzprogramm des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD).
Der Reigen der Begriffe wird mit „Aberglaube“, „Agnostik“, „antiklerikal“ und „Antisemitismus“ eröffnet. Nicht ausgeklammert werden Begriffe wie „Faschismus“, „Islamophobie“, „Klerikalfaschismus“ oder „Stalinismus“. Im Glossar sind neben solchen Begriffen aber auch kurze Erläuterungen zu diversen freigeistigen Organisationen Deutschlands seit dem 19. Jahrhundert enthalten. Eingegangen wird nicht zuletzt auf biblische, kirchliche Begriffe wie „Bergpredigt“, „Erbsünde“, „Evangelium“, „Hölle“, „Weihnacht“ oder „Zehn Gebote“. …
Natürlich kann dieses Glossar noch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Der Herausgeber ist daher an Vorschlägen und Anregungen für weitere Begriffe interessiert. Schön wäre es, wenn solche auch aus Österreich oder der Schweiz kommen könnten. Der Rezensent wünscht dieser kleinen, aber feinen Handreichung eine möglichst weite Verbreitung."

Siegfried R. Krebs in hpd.de

 

 

Siegfried R. Krebs:

Problemfall Priesterkaste. Religions- und kirchenkritische Rezensionen 2011-2015

ISBN 978-3-922589-59-4
Softcover, 224 S., 15 €

Religion versus Vernunft: Es gibt ein nahezu unübersichtliches Spektrum an angebotenen Medien, das sich kritisch mit den Phänomenen Dogmenwahn, Klerikalismus, Fundamentalismus, Religions- und Kirchenkritik auseinandersetzt. Mancher mag da denken, wer soll dies alles denn noch lesen? Dabei überschwemmen in weit größerem Maß und unerträglich aufdringlich die kirchenfrommen, missionarischen, esoterischen und viele primitive Machwerke den Markt und die öffentliche Wahrnehmung. Nach wie vor stehen die meisten dieser sozialkritischen Bücher außerhalb der Mainstreamwahrnehmung, werden - bis auf wenige Ausnahmen - von den überwiegend in wenigen privaten und klerikalen Händen liegenden Massenmedien kaum beachtet und sind deshalb größtenteils noch zu wenig bekannt. Brauchen wir also deshalb nicht schon lang einen Reader, der uns auf diese verborgenen Schätze aufmerksam macht? Einen Kompass religionskritischer „Books to Read Before You Die“, damit wir mitreden können?

Die Rezension (lat. recensio „Musterung“, recensere „wiederholt mustern, prüfen“) ist eine eigene sekundärliterarische Gattung des klassischen Journalismus, meist im Rahmen eines Feuilletons und erfüllt den Zweck, in literarisch anspruchsvoller Art künstlerische Produktionen – und im hier engeren Sinn Literatur - zu erläutern, zu analysieren und zu werten. In Abgrenzung zu Verlagswerbung, „Klappentexten“, aber auch zum literarischen Essay oder einer Monografie, soll die Rezension zwar knapp gehalten, aber dem Leser fachkundig Information bieten, um ihm die Auswahl seiner Interessen zu erleichtern.

Seit Beginn der europäischen Aufklärung war die Literaturkritik hierbei deren zentrales Element, wie wir in den Werken von Lessing, Diderot, Nicolai, Schubart, Börne oder Tschernyschewski sahen. Die zeitgenössische Aufklärung bedarf dieser Hilfe umso mehr. Die Auswahl der Rezensionen von Siegfried R. Krebs zeigt sehr anschaulich, wie vielfältig die Aspekte von Religions- und Kirchenkritik sein können. Der Gegenstand der besprochenen Literatur hat viele Facetten: Popularphilosophie, Theologiekritik, Naturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, aber auch realistische historische und Kriminal-Romane, sowie Werke der Satire. Letzteres brachte in der Geschichte der Literatur schon immer ihre populärsten Befreiungsschläge in anti-klerikaler Form hervor. Den geneigten Leserinnen und Lesern sei dieses Kompendium als Kompass zur Orientierung im Dschungel der vielfältigen modernen Aufklärungsliteratur wärmstens anempfohlen.

 

Neu 2015

 

Siegfried R. Krebs, der diplomierte Kultur- und Theaterwissenschaftler, arbeitet als freier Journalist in Weimar. Von Hause aus Atheist, ist er seit 2008 in freigeistigen Organisationen tätig und betreibt seit Ende 2010 das Internet-Portal www.freigeist-weimar.de. Erschienen sind hier die meisten seiner Rezensionen; sie wurden aber auch vielfach von anderen Webseiten übernom-men, so von www.hpd.de, www.humanismus-aktuell.de, www.wissen-bloggt.de oder www.nicsbloghaus.org.

Die Zahl seiner bereits veröffentlichten Rezensionen ist beachtlich. Er hat für unsere edition Spinoza die kirchen- und religions-kritischen sowie Humanismus- und Evolutionsbezogene Online-Rezensionen von Januar 2011 bis zum Mai 2015 in einer Auswahl zusammengestellt, eine „Blütenlese“ im besten Sinn des Begriffs „Anthologie“. Aufklärung bedarf umfassender Informationen.

 

 

Heiner Jestrabek (Hg.):

Enlightenment & Free-thinkers.

Aufklärung in England.

John Tolands Briefe an Serena

& Pantheistikon

ISBN 978-3-922589-56-3

Softcover, 212 S., 15 €

Enlightenment und Free-thinkers in England, Irland und Schottland, dem „Mutterland“ der europäischen Aufklärung, welche an Baruch Spinozas (1632-1677) Rationalismus und andere Anhänger der niederländischen verlichting anknüpfen konnten und ihre Fortsetzung in den Philosophen des französischen siècle des lumières fanden, in amerikanischen Revolutionären, den europäischen Sozialphilosophen des 19. Jahrhunderts und den späteren liberalen und sozialistischen Denkern fanden. Das moderne demokratisch verfasste Europa wäre ohne Humanismus und Aufklärung gar nicht denkbar, ohne die direkte Mitwirkung von Aufklärern bei der Formulierung der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (Declaration of Independence USA 1776 und Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen in Frankreich 1789). Die Renaissance hatte davor das übers christliche „finstere“ Mittelalter gerettete antike Wissen wieder aufgenommen und der Aufklärung, als dem modernem Höhepunkt der europäischen Geistesgeschichte, verdanken wir die Emanzipation des Volkes gegenüber den bis dahin „von Gottes Gnaden“ ungezügelt regierenden Feudalherren und Kirchenfürsten. Die Menschrechte verdanken wir also keinesfalls den sogenannten Werten der „christlich abendländischen Kultur“, sondern erst deren schrittweisen Überwindung. Die Aufklärung wurde zum Wegbereiter bürgerlicher Revolutionen und der dadurch errungenen Freiheits- und Menschenrechte. All dies musste gegen den heftigsten Widerstand des ancien régime hart erkämpft werden und sind bis heute die anerkannten Werte, die es zu verteidigen gilt. Der vorliegende Band führt in eine ganze Epoche ein, in die Vorgeschichte, die eigentliche heterogene Aufklärungsliteratur der Zeit zwischen den großen bürgerlichen Revolutionen des 17. und 18. Jahrhunderts in England und Frankreich, porträtiert die wichtigsten Protagonisten und gibt einen Ausblick auf die Nachwirkungen. Der Schwerpunkt des vorliegenden Buches bildet das Leben und Werk des irischen Weltbürgers John Toland (1670-1722), dem radikalsten und reifsten free-thinker und materialistischen Pantheisten seiner Epoche. Dokumentiert und kommentiert werden sein Leben und Werk. Schließlich kommt er in seinen ausgewählten Schriften selbst zu Wort, in Auszügen aus den Briefen an Serena, in seiner Übersetzung aus Giordano Brunos Vertreibung der triumphierenden Bestie und in seinem Spätwerk Pantheistikon.


 

 


 

Neu 2015

"Jestrabeks einleitender Aufsatz „Enlightenment und Free-thinkers - Aufklärung in England" geht zunächst auf Begriffliches ein, um dann diese Frage zu stellen: „Auf welche Teile der historischen Aufklärungsbewegung sollen wir [Heutigen; SRK] uns berufen?" (S. 11) Er beleuchtet dann den historischen Hintergrund, der England seinerzeit zum „Mutterland des freien Denkens" machte.
Belegt wird dies mit einem Überblick über die namhaftesten Akteure und deren wichtigste Werke, Erkenntnisse und Aussagen. Den Auftakt gibt John Wiclif (um 1320 bis 1384). Es folgen John Oldcastle, Francis Bacon, Edward Herbert, Thomas Hobbes, John Milton, Gerrard Winstanley, Samuel Butler, Isaac Newton, John Locke, Charles Blount, William Molyneux, Matthew Tindal, Thomas Woolston, Bernard de Mandeville, Anthony Ashley-Cooper, Anthony Collins, William Whiston, Jonathan Swift, Thomas Chubb, David Hume, Oliver Goldsmith, Joseph Priestley, Robert Burns, Thomas Paine, William Godwin, Mary Woolstonecraft und Tochter Mary Shelley sowie Robert Owen (1771 - 1858). Diese ausführliche Liste deshalb, weil uns Heutigen die meisten dieser Namen wohl unbekannt sein dürften. ... Eine Bibliographie sowie eine Übersicht über Literatur zur Aufklärung in England runden dieses Buch in gelungener Weise ab."                          www.freigeist-weimar.de

 

Heiner Jestrabek:
Der Ausgang des siècle des Lumières, dem Jahrhundert der Aufklärung. Anacharsis Cloots, der „Redner für die ganze Menschheit“

ISBN 978-3-922589-61-7

Softcover, 166 S., 14 €
 

 

Anacharsis Cloots (1755 -1794), der aus Kleve am Niederrhein (damals Preußen) stammende Philosoph und Revolutionär in Frankreich, legte seinen Adelstitel und christlichen Vornamen ab, wurde Abgeordneter des Französischen Konvents, zeitweilig Präsident des Jakobinerclubs und trat für die Umsetzung der Aufklärungsideen im politischen Leben ein. Er forderte die konsequente Verwirklichung laizistischer Prinzipien durch die Trennung von Kirche und Staat, bzw. Schule, bekämpfte die Privilegien des Klerus, trat für Geistesfreiheit ein und für die Emanzipation der Juden. Als einer der ersten Europäer strebte er eine Weltrepublik an, unter Überwindung des Feudalismus und Nationalismus, weshalb er der „Redner für die ganze Menschheit“ genannt wurde. Seine konsequente Haltung bereitete ihm mächtige Feinde: Royalisten, Klerikale, Gemäßigte, aber auch Robespierre, der Internationalisten misstraute, den Atheismus hasste und deshalb Cloots in einem Schauprozess verurteilen und hinrichten ließ.
So blieb der Prozess der laizistischen Umgestaltung, die Trennung von Kirche und Staat, in Frankreich unvollendet. Anacharsis Cloots war einer der ersten europäischen Politiker, der für Demokratie und Laizismus eintrat – und als Philosoph für das Recht auf Atheismus, als die natürlichste und einfachste Sache der Welt.
Das Leben und Wirken des Anacharsis Cloots, die Parteienkämpfe der Französischen Revolution und einige seiner erstmals oder neu übersetzten Texte werden in diesem Band dokumentiert:
Der triumphierende Voltaire oder Die enttäuschten Priester, Rede für das Komitee der Ausländer, Rede im Namen der Preußischen Föderierten, Rede auf der Tribüne des Nationalkonvents: Die Religion ist das größte Hindernis, Die Spektakel oder Einfluss auf die öffentliche Erziehung.


 

[Der Herausgeber] schreibt nicht nur über Cloots, er referiert nicht nur Berichte und Meinungen anderer, er präsentiert dem heutigen Leser auch fünf Originaltexte aus der Feder von Anacharsis Cloots; neu aus dem Französischen übersetzt von Prof. em. Dr. Theo Bergmann. ... geht auf „Die Parteienkämpfe der französischen Revolution um den Laizismus" ein. Er stellt hier zunächst Wegbereiter und Weggefährten des Anacharsis Cloots sowie deren wichtigste Werke vor, so u.a. Jean Meslier, Jacques Roux (der nicht bei der Kirchenkritik stehen blieb, sondern auch schon die soziale Frage stellte), die Frauenrechtlerin Olympe de Gouges und Jacques-René Hébert. ... hat sich bei seinen Recherchen zu Cloots auf zahlreiche heutzutage eher unbekannte Quellen stützen können. Hiervon sei insbesondere die im Jahre 1914 publizierte Dissertation der deutsch-jüdischen Historikerin Selma Stern (1890-1981) erwähnt. Weitere finden sich im Verzeichnis der weiterführenden Literatur. Es bleibt zu wünschen, daß diese Würdigung eines zu Unrecht vergessenen Mannes möglichst viele Leser finden möge. Denn sein Werk, seine Forderungen haben im Europa des Jahres 2016 kaum etwas an Aktualität eingebüßt.

freigeist-weimar.de

 

 

Der Republikanische Kalender der Französischen Revolution

Hrsg. vom Humanistischer Freidenker-Verband Ostwürttemberg, K.d.ö.R., Erläuterungen von Heiner Jestrabek
17 S. DIN A 4 160g-Papier, mit Spiralheftung und Aufhänger und Erläuterungen
1. Auflage 2015, 7 €

 

Jeder bevorstehende Jahreswechsel überschwemmt uns mal wieder mit Kalendern. Schade, denn auch die brauchbarsten darunter sind nur zwölf Monate lang gültig und werden dann unweigerlich zu Altpapier. Der Republikanische Kalender der Französischen Revolution – jetzt neu erläutert und herausgegeben in der edition Spinoza hat den Vorteil, dass er schon am 22. September begonnen hat – wir können gleich vorblättern - und er behält auch mit Ablauf des Jahres seine Gültigkeit. Er kann also auch dank seiner Spiralheftung unendlich lang Verwendung finden. Aber einen Hacken hat diese hübsche Idee: Wer würde schon einer Verabredung, z.B. am 12. Dezember folgen, wenn eingeladen würde zum Tag Buyère (Heidekraut), primidi (1.), 3e décade (3. Dekade) des Monats Frimaire (Raureifmonat), Stunde 10, Minute 95, Sekunde 80 ? Auch zum Eintragen von Terminen eignet sich der Republikanische Kalender nicht – dafür benötigen wir dann doch noch die herkömmlichen Modelle. – Es bleibt aber ein hübscher Wandschmuck – und die Erinnerung daran, dass eine Reform des Kalenders seit über 200 Jahren durchaus Sinn machen würde (warum also nicht einen Weltzeitkalender mit dezimalen Einheiten - in einer globalisierten Welt ?). - Der historische Revolutionskalender verkürzt uns die Wartezeit bis dahin mit monatlich wechselnden Bekanntschaften mit den schönsten Gesichtern der Revolution, den besonders ansprechenden künstlerischen Umsetzungen der Monatsallegorien, geschaffen von dem Kunstmaler Salvatore Tresca (1750-1815) für den Republikanischen Kalender des Jahres II:

 

 

 

 

Wilma Ruth Albrecht:

ÜBER LEBEN.

Roman des Kurzen Jahrhunderts

Demokratischer Heimatroman

 

Vier Bände in zwei Buchausgaben


1. Buch (Band 1 u. 2), 358 S., 18€

ISBN 978-3-922589-63-1


2. Buch (Band 3 u. 4)

ISBN 978-3-922589-64-8

in Vorbereitung
 

 

 



 

 

Wilma Ruth Albrecht, Sozial- und Sprachwissenschaftlerin, veröffentlicht seit Jahrzehnten in ihren Arbeitsschwerpunkten Literatur-, Politik- und Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. In ihrer Roman-Quadrologie stellt die Autorin erstmals ihr episches Können vor. ÜBER LEBEN Roman des Kurzen Jahrhunderts steht im Rahmen ihrer vorangegangenen sozialgeschichtlichen Arbeiten. Mit dem Genre des demokratischen Heimatromans entwirft Wilma Ruth Albrecht nicht weniger als eine in der ehemaligen Kurpfalz angesiedelte exemplarische proletarische Familienchronik. Es geht um die Verknüpfung des Familienmilieus mit den Kämpfen der Zeit. Albrechts Epos verzichtet auf Stereotypen. Ihre Protagonisten werden in ihrer Widersprüchlichkeit differenziert, feinfühlig und selbstkritisch dargestellt.
Die von der edition Spinoza veröffentlichte erste Buchausgabe enthält die beiden ersten Bände der Quadrologie. Der erste Band behandelt in fünf Teilen die Jahre 1904 bis 1945, der zweite Band in vier Teilen die Jahre 1945 bis 1967. Die in Kürze erscheinende zweite Buchausgabe wird mit den Bänden drei und vier folgen und die Zeit bis 1989/90 darstellen.

ÜBER LEBEN Roman des Kurzen Jahrhunderts ist ein in epischer Breite angelegter sozialgeschichtlicher Milieu-Roman, der aufzeigt, dass proletarische Epen nicht nur in hauptstädtischen Zentren und ihren Parteizentralen, sondern auch in der Provinz stattfinden können und stattfinden.

 

 

 

 


 

 

1. Buch (Band 1 + 2)

im April 2016 erschienen

 

 

 

2. Buch (Band 3 + 4) in Vorbereitung:

 

Heiner Jestrabek (Hg.):

Der liebenswürdige Atheist.

Paul Thiry d’Holbach:

Heilige Seuche & Gesunder Menschenverstand

ISBN 978-3-922589-62-4

255 S., mit vielen Illustrationen, 15 €

Paul Thiry d’Holbach (1723-1789), Autor klandestiner atheistischer und aufklärerischer Schriften, Mäzen und Kopf von Holbach's Coterie, den konsequentesten und radikalsten Philosophen der französischen Aufklärung.

Sein Pariser Salon wurde zum weltbekannten Treffpunkt der Enzyklopädisten um Denis Diderot, von Schriftstellern, Künstlern und Aufklärern.

Der vorliegende Band gibt eine Einführung in Leben und Werk des deutsch-französischen Naturwissenschaftlers und Philosophen, der seine Autorenschaft von religionskritischen Werken erfolgreich verheimlichen musste. Immerhin wurden in dieser Zeit ketzerische Gedanken durch Monarchie und Klerus noch blutig verfolgt.

Diese Edition enthält schwer zugängliche und neu bearbeitete Schriften Holbachs:

Die Heilige Seuche oder natürliche Geschichte des Aberglaubens (1768) und

Der gesunde Menschenverstand oder Natürliche Gedanken gegen übernatürlichen Ideen nach Jean Mesliers Testament (1772).

Seine radikal-religionskritischen Schriften waren in dieser Zeit in ihrer Konsequenz, Eindringlichkeit und Logik einmalig und haben bis heute keine Entsprechung gefunden.

Holbach begründete zudem eine neuzeitliche Ethik des aufgeklärten Hedonismus und ist zu Unrecht heute nur wenig bekannt.

 

 

Heinz Boemer:

Eine kurze Geschichte des Atheismus

Von der Frühgeschichte bis in die Gegenwart.

Das Buch zur gleichnamigen Sendereihe der Funkmediengruppe der Giordano-Bruno-Stiftung Regionalgruppe Stuttgart/Mittlerer Neckar beim Freien Radio für Stuttgart FRS - Redaktion Humanismus und Aufklärung.

ISBN 978-3-922589-65-5

84 S., mit vielen Illustrationen, 9,90 €

 

Heinz Boemer: Eine kurze Geschichte des Atheismus. Von der Frühgeschichte bis in die Gegenwart. Das Buch zur gleichnamigen Sendereihe der Funkmediengruppe der Giordano-Bruno-Stiftung Regionalgruppe Stuttgart Mittlerer Neckar www.gbs-stuttgart.de  beim Freien Radio für Stuttgart (FRS) Redaktion Humanismus und Aufklärung www.freies-radio.de/sendung/humanismus-aufklaerung  (vollständiges Manuskript von Heinz Boemer mit Bildern und Erläuterungen):

Es gibt zahllose Veröffentlichungen mit geschichtlichen Themen, für Fachleute ebenso wie für Laien. Dabei stehen allermeist die Mächtigen und die „Helden“ im Vordergrund, in Europa dazu noch die christliche Religion und insbesondere die katholische Kirche mit einer eigenen sehr blutigen Geschichte. Sehr versteckt nur spielen religionskritische und atheistische Strömungen in den üblichen Geschichtswerken eine Rolle. Es gibt auch nur wenige und dann sehr umfangreiche Werke zum Thema Geschichte und Atheismus. Hier nun soll diese „Kurze Geschichte des Atheismus“ einen raschen Überblick gewähren über ein ganz spannendes Thema, das auch heute noch gar zu gern unterdrückt wird. Und man lernt dabei eines: Im Namen des Atheismus wurden noch nie Kriege geführt! Aber allzu oft gegen ihn!

 

 

 

 
 

Alibri Verlag Forum für Utopie und Skepsis Aschaffenburg

http://www.alibri-buecher.de

Buchtitel der Reihe "Klassiker der Religionskritik":

 

Albert Dulk: „Nieder mit den Atheisten!“
Ausgewählte religionskritische Schriften aus der frühen Freidenkerbewegung

Hrsg. und eingeleitet von Heiner Jestrabek
156 Seiten, kartoniert, Euro 13.-
ISBN 3-932710-53-3
erschienen 1995

Albert Dulk (1819-1884) gehört zu den außergewöhnlichen Persönlichkeiten des 19.Jahrhunderts. Zeitlebens sah er es als Herausforderung an, gesellschaftliche wie sonstige Grenzen zu überschreiten und provozierte damit seine ZeitgenossInnen. Seine Lebensgemeinschaft mit drei Frauen erregte ebenso Aufsehen wie seine sportlichen Leistungen. Als Dramatiker, Reiseschriftsteller und Philosoph hinterließ er ein umfangreiches literarisches Werk.
Politisch stand Dulk stets auf der Seite der freiheitlichen Kräfte. Anders als die meisten der Revolutionäre von 1848 machte er nie „seinen Frieden“ mit dem preußischen Obrigkeitsstaat, sondern schloß sich der sozialistischen Arbeiterbewegung an. Große Popularität erreichte er durch seine antiklerikalen Aktivitäten, die ihn zur Zeit des Sozialistengesetzes wegen „Religionsschmähung“ sogar ins Gefängnis brachten.
Die vorliegende Sammlung konzentriert sich auf die kürzeren, für die alltägliche politische und ideologische Auseinandersetzung geschriebenen religions- und kirchenkritischen Schriften. Sie veranschaulicht repräsentativ die Argumentation der frühen Freidenkerbewegung.
Aus dem Inhalt:
Weihnachtsabend * Selbstverfasster Lebenslauf * „Nieder mit den Atheisten!“ * Die Entwicklung des Christentums * Rede am Grab von Gottlob Eitle * Die Entstehung des Geistes

 

 

Jakob Stern: Vom Rabbiner zum Atheisten
Ausgewählte religionskritische Schriften

Hrsg. und eingeleitet von Heiner Jestrabek
141 Seiten, kartoniert, Euro 13.-
ISBN 3-932710-54-1
erschienen 1997

 

Jakob Stern (1843-1911) verkörpert den Typ des jüdischen Intellektuellen, der sich im ausgehenden 19.Jahrhundert sowohl von seinen religiösen Wurzeln als auch von den im Kaiserreich vorherrschenden gesellschaftlichen Vorstellungen und Normen emanzipierte und sich der sozialistischen Arbeiterbewegung anschloss. Doch obwohl er „die Fahne der Rebellion“ gegen das Judentum erhob (Karl Kautsky), beeinflusste seine jüdische Herkunft sein Denken zeitlebens. Baruch Spinoza prägte Sterns Religionskritik zumindest ebenso stark wie der dialektische Materialismus seiner Zeit. Noch während der Zeit seiner Anstellung als Rabbiner veröffentlichte Stern pseudonym erste religionskritische Texte, was letztendlich zu seiner Entlassung führte. Als sozialdemokratischer Journalist wurde er schnell zum „Liebling und Wortführer der Stuttgarter Arbeiterschaft“ (Clara Zetkin), der fast drei Jahrzehnte lang die württembergische Sozialdemokratie prägte. Die vorliegende Sammlung dokumentiert Sterns geistige Emanzipation, zunächst in die Religion betreffenden Fragen, schnell aber auch von den weltlichen Autoritäten. Seine Position repräsentiert den sozialistischen Teil der Freidenkerbewegung, der weltanschauliche und ökonomische Kämpfe zu verbinden suchte.

Aus dem Inhalt: Prosit Neujahr! * Halbes und Ganzes Freidenkertum * Die Religion der Zukunft * Gibt es Gespenster? * Gott? Gottglaube oder Atheismus?

Rosa Luxemburg: Freidenkerin des Sozialismus
Ausgewählte Schriften zur Religions- und Bürokratiekritik

Hrsg. und eingeleitet von Heiner Jestrabek
168 Seiten, kartoniert, Euro 13.-
ISBN 3-932710-58-4
erschienen 2003

 

Mit Rosa Luxemburg stellt die Reihe Klassiker der Religionskritik eine Autorin vor, die sich nicht mit theologischen Fragen auseinandersetzte, sondern Religions- und Kirchenkritik immer nur unter dem Blickwinkel der Herrschaftskritik sah. Die Auswahl wird durch einige Texte zur Bürokratiekritik vervollständigt. Aus dem Inhalt: Aus dem Nachlass unserer Meister * Kirche und Sozialismus * Polemiken gegen den politischen Klerikalismus * Organisationsfragen der russischen Sozialdemokratie * Zur russischen Revolution.

Dem verdienstvollen Band, der mit Glossar und einem Literaturverzeichnis zugleich Anregungen für weitergehende Studien von Schriften Rosa Luxemburgs und anderen Freidenkern gibt, ist eine breite Leserschaft zu wünschen.“

Eckhard Müller in diesseits 1/2004

„Der Wert der Publikation besteht vor allem darin, dass einige Schriften Rosa Luxemburgs unter dem Titel Interessierten nahe gebracht werden, die bisher vermutlich weniger mit Rosa Luxemburgs Leben und Werk beschäftigt und vertraut waren.

Annelies Laschitza in: Humanismus aktuell 15 (2004)

 
August Bebel: Die moderne Kultur ist eine antichristliche
Ausgewählte Reden und Schriften zur Religionskritik

Hrsg. und eingeleitet von Heiner Jestrabek
159 Seiten, Abbildungen, kartoniert, Euro 13.-
ISBN 3-932710-59-2
erschienen 2007

August Bebel hat sich häufig mit religiösen bzw. religionspolitischen Fragen auseinandergesetzt. Sein Standpunkt ist dabei ausgesprochen modern und grenzt sich von der späteren sozialdemokratischen Haltung, die Kirchen als Bündnispartner anzusehen und ihre Privilegierung mitzutragen, ebenso ab wie von kirchenfeindlichen Strategien, wie diese in der frühen Sowjetunion praktiziert wurden. Als sozialdemokratische Position definiert er einen auf dem Materialismus des 19. Jahrhunderts fußenden Atheismus. Als religionsrechtliches Modell vertritt er den weltanschaulich neutralen, toleranten Staat, der alle Glaubensrichtungen duldet, aber staatliche Einrichtungen und Religion strikt trennt. Die Einleitung mahnt die heutige Sozialdemokratie zur Rückbesinnung auf Bebels laizistische Positionen.

 

Bemerkenswert und bisher nur wenig beachtet ist die Tatsache, dass [Bebel] sich häufig mit religiösen bzw. religionspolitischen Fragen auseinandergesetzt hat. Die Sammlung präsentiert einige Parlamentsreden Bebels sowie Vorworte und Auszüge aus längeren Schriften, die diese Fragen behandeln ... Der Herausgeber stellt den historischen Bebel auch in die aktuelle politische Diskussion: Das Verhältnis der Sozialdemokratie zur Religionsfrage zog sich wie ein roter Faden durch deren Selbstverständnisgeschichte.“    

Ralph Metzger in: Utopie kreativ, September 2008

 

„Jestrabek stellt die Aktualität Bebels für die aktuelle politische Diskussion heraus. ... Bebels Sozialismus ist zum Teil von einem unreflektierten Fortschrittsoptimismus und Wissenschaftsglauben geprägt … Die Schriften von Bebel machen den hohen Stellenwert und die Unabgeschlossenheit der Debatte in der damaligen Sozialdemokratie deutlich.“

Henning Ohlendorf in: Jahr Buch für Forschung

zur Geschichte der Arbeiterbewegung 3/2009)

 

 

August Thalheimer: So ist die Vernunft selbst weltlich
Ausgewählte philosophische und religionskritische Schriften

Hrsg. und eingeleitet von Heiner Jestrabek
168 Seiten, kartoniert, Euro 13.-
ISBN 3-86569-130-7
erschienen 2008

 

August Thalheimer (1884-1948), gehörte zunächst zum linken Flügel der Sozialdemokratie und war Redakteur diverser Zeitungen. 1914 gehörte er zu den Kritikern der opportunistischen Burgfriedenspolitik, wurde Mitbegründer von Spartakusbund und KPD und war einer ihrer frühen führenden Theoretiker. Nachdem sich die ultralinke Parteilinie durchgesetzt hatte (1924), verbrachte er mehrere Jahre im „Ehrenexil“ in Moskau. 1928 wurde er aus der KPD ausgeschlossen und gehörte seitdem zur KPD-Opposition. Thalheimer war einer der theoretisch reifsten Köpfen und früher Stalinismuskritikern. 1933 emigrierte er nach Frankreich und gelangte schließlich nach Kuba, wo er 1948 starb. Die Besatzungsbehörden hatten bis zuletzt seine Einreise nach Deutschland nicht erlaubt. Thalheimers journalistische und philosophische Arbeiten repräsentieren die dialektisch-materialistische Denkschule der Arbeiterbewegung vor dem Zweiten Weltkrieg. Die in diesem Band wiedergegebenen Aufsätze und Vorträge führen in eine Religionskritik ein, die sich in der Tradition von Feuerbach und Marx stehend begreift.

 

... nach der Lektüre fragt man sich, warum 60 Jahre nach seinem Tod vergehen mussten, bis die Werke dieser interessanten Persönlichkeit veröffentlicht werden.“

Ralph Metzger in: Forschung zur

Geschichte der Arbeiterbewegung 3/2009

 
     

Broschüren zur Regionalgeschichte:

werden gern kostenfrei als .pdf-Datei zugemailt.

Anforderung: ed.spinoza@t-online.de

 

 

Das "braune" Heidenheim.

Lokale Nazitätergeschichte.

Dokumentation von Heiner Jestrabek, mit einem Aufsatz von Theodor Bergmann über die Rolle des Erwin Rommel. 90 S.

Heiner Jestrabek: Historischer Stadtspaziergang mit Sagen und Geschichten aus Heidenheim. 56 S. Geschichtswerkstatt HDH: Umgestaltung des Rommel-Denkmals. 60 S. Georg-Elser-Freundeskreis: Befreiende Erinnerung. Gedenken zum Jahrestag 2014 + 2015

2016 mit Prof. Dr. Wolfram Wette Download: http://www.georg-elser-arbeitskreis.de/texts/hdh2016-04-10-doku.pdf

 

 

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